HMC Projekt Kick-Off: Operando4NeXus

24.03.2026

In der Frühlingssonne Berlins fiel in der vergangenen Woche der Startschuss für das HMC Projekt Operando4NeXus, das im Rahmen des HMC-Projektaufrufs 2025 gefördert wird. Beim Kick-off-Meeting kamen zahlreiche Akteurinnen und Akteure zusammen – darunter Partner aus der Helmholtz-Gemeinschaft, NFDI-Konsortien sowie internationale Vertreterinnen und Vertreter des NeXus Advisory Committee (NIAC). Gemeinsam diskutierten sie Erfahrungen aus früheren Community-Initiativen sowie Erwartungen und Ziele für die kommenden zwei Projektjahre.

Operando4NeXus adressiert eine zentrale Herausforderung in der heutigen Datenlandschaft: Das NeXus-Datenformat ist zwar in seinem Anwendungsbereich weit verbreitet und sehr erfolgreich, bietet jedoch bislang nur eingeschränkte Möglichkeiten zur Interoperabilität mit externen Standards und Vokabularen. Ziel des Projekts ist es daher, NeXus gezielt zu erweitern und zu ergänzen, um eine bessere Integration mit bestehenden Metadatenstandards zu ermöglichen und die FAIR-Prinzipien – insbesondere die Interoperabilität – stärker zu unterstützen.

Ein besonderer Fokus liegt auf Anwendungsfällen aus dem Bereich von in-situ- bzw. Operando-Experimenten. Diese kombinieren häufig mehrere Methoden und stellen daher besonders hohe Anforderungen an die Interoperabilität von Daten.

Wie relevant dieses Thema ist, wurde unter anderem in einem Beitrag des Projekts SECoP@HMC deutlich, das im Oktober 2024 abgeschlossen wurde. Das Konsortium FAIRmat brachte zudem seine umfangreiche Erfahrung in der Arbeit mit NeXus sowie im Austausch mit dem NIAC ein. Die Präsentationen zeigten eindrucksvoll, wie gemeinschaftsgetriebene Standardisierung in Kombination mit praktischen Tools die Nutzbarkeit und Wirkung von Forschungsdaten erheblich verbessern kann.

Operando4NeXus baut auf diesen Erfahrungen auf und bündelt Expertise aus zahlreichen Institutionen, darunter HZB, HZDR, FZJ, KIT, DESY, PSI und ESS. Auch NFDI-Konsortien wie FAIRmat und DAPHNE4NFDI sind beteiligt, um gemeinsam an Lösungen zu arbeiten.

In den kommenden zwei Jahren wird sich das Projekt darauf konzentrieren, interoperable Metadatenlösungen zu entwickeln, die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Communities zu stärken und zu einer besser vernetzten sowie FAIRen Forschungsdatenlandschaft beizutragen.

Das Projektteam hat seine Arbeit nun aufgenommen – wir sind gespannt auf die weiteren Entwicklungen.